Ehegattensplitting Rechner -
Welche steuerlichen Vorteile bietet das Ehegattensplitting

Ehegattensplitting was genau ist das?

Ehegattensplitting - Splittingtarif - Splittingtabelle - EinzelveranlagungBeim Ehegattensplitting handelt es sich um ein Verfahren, dass in Deutschland zur Anwendung gelangt, und Steuervorteile verdeutlich.
Dann handelt es sich um Ehegatten oder Lebenspartner mit einer gemeinsamen Veranlagung. Genauer gesagt geht es um die Einstufung der Ehepartner in die entsprechenden Steuerklassen. Wählen beide die Kombination IV/IV aus oder nimmt ein Ehepartner die Steuerklasse III, während der andere Ehepartner sich in die Steuerklasse V einstufen lässt. In diesem Fall kommt es zur Splitting vom Einkommen (Ehegattensplitting). Um die Kosten im Rahmen der Veranlagung genau zu berechnen, kann die Nutzung der leicht bedienbaren Ehegattensplitting Rechner erfolgen. Es ist lediglich die Eingabe des Verdienstes von Ehemann und Ehefrau sowie der Satz der Kirchensteuer einzugeben.

Infos zur Funktionsweise des Ehegattensplitting Rechners

Ehepartner - Einzelveranlagung oder ZusammenveranlagungBei der Berechnung können sich Ehepaare entscheiden, ob Sie den jährlichen Verdienst oder das monatliche Einkommen zugrunde legen. Hinsichtlich des Kirchensteuersatzes liegt eine Vorgabe von acht oder neun Prozent vor. Nach dem Betätigen des Buttons Berechnen erscheinen die jeweils angeforderten Werte, auf deren Basis die Ermittlung der Bemessungsgrundlage erfolgt. Es handelt sich um die Beträge für die Einkommensteuer oder die Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag, die Kirchensteuer, die Summe der Steuern, der Nettobetrag sowie die steuerliche Belastung in Prozent. Ermittelt werden außerdem die Gesamtbeträge für eine Einzelveranlagung und eine Zusammenveranlagung. Ehepartner können daraus eine mögliche Steuerersparnis erkennen. Die Rede ist bei diesem Rechner oft von einem Einkommensrechner oder einem Gehaltsrechner. Zur Anwendung gelangen kann der Rechner auch, wenn die Steuererklärung der Ehepartner ansteht. Damit lassen sich erste Werte ermitteln, die den Ausgang der Erklärung erahnen lassen.

Zur Berechnung des Ehegattensplittings geben Sie jetzt bitte das Einkommen von Ihnen und Ihrem Partner sowie Ihren Kirchensteuersatz an. Wir berechnen die Individualbesteuerung die für Sie am besten ist.

 EhemannEhefrau
Bruttolohn   Euro   Euro
Kirchensteuer %



Das Ehegattensplitting einfach und verständlich erklärt

Beispiel Nr.1 : Ehepartner haben das gleich/ähnliche Einkommen (Steuerklasse 4)

Hier zeigen wir Ihnen die Ergebnisse des Ehegattensplitting am Beispiel von einem Ehepaar mit gleichem Einkommen (20.000 Euro brutto)

  Ehemann Ehefrau Summe Einzelveranlagung Summe Zusammenveranlagung Steuerersparnis Ehegattensplitting
Bemessungsgrundlage 20.000,00 € 20.000,00 € 40.000,00 € 40.000,00 €  
Einkommensteuer 2.634,00 € 2.634,00 € 5.268,00 € 5.268,00 € 0,00 €
Solidaritätszuschlag 144,87 € 144,87 € 289,74 € 289,74 € 0,00 €
Kirchensteuer 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Summe Steuern 2.778,87 € 2.778,87 € 5.557,74 € 5.557,74 € 0,00 €
Nettobetrag 17.221,13 € 17.221,13 € 34.442,26 € 34.442,26 €  
Belastung 13,89 % 13,89 % 13,89 % 13,89 %  

Erkenntnis: Es wird eindeutig erkenntlich, das bei gleichem Einkommen beider Ehepartner eine Zusammenveranlagung keine Auswirkungen hat. Beide Ehepartner erhalten eine Nettobetrag von 17.221,13 Euro und zahlen auf Ihre Einkommen von 20.000 Euro 2.778,13 Euro Steuern.
In diesem Fall haben beide Partner die Steuerklasse 4. Sollten die Einkommen der Ehepartner auseinander liegen so herrscht meistens das Steuerklassen Verhältnis 3/5

Beispiel Nr.2: Ehepartner haben unterschiedliches Einkommen (Steuerklasse 3/5)

An diesem Beispiel verdeutlichen wir wie sich die Ergebnisse des Ehegattensplitting Rechners bei unterschiedlichen Einkommen auswirken. In diesem Fall hat der Ehemann ein Einkommen von 60.000 Euro (brutto) und die Ehefrau ein Einkommen von 20.000 Euro (brutto). Die Einkommen der Ehepartner sind sehr unterschiedlich

  Ehemann Ehefrau Summe Einzelveranlagung Summe Zusammenveranlagung Steuerersparnis Ehegattensplitting
Bemessungsgrundlage 60.000,00 € 20.000,00 € 80.000,00 € 80.000,00 €  
Einkommensteuer 16.961,00 € 2.634,00 € 19.595,00 € 17.880,00 € 1.715,00 €
Solidaritätszuschlag 932,86 € 144,87 € 1.077,73 € 983,40 € 94,32 €
Kirchensteuer 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Summe Steuern 17.893,86 € 2.778,87 € 20.672,73 € 18.863,40 € 1.809,33 €
Nettobetrag 42.106,15 € 17.221,13 € 59.327,28 € 61.136,60 €  
Belastung 29,82 % 13,89 % 25,84 % 23,58 %  

 

 

Erkenntnis: In dem oben genannten Beispiel erhalten die Ehepaare kummuliert bei der Einzelveranlagung einen niedrigeren Nettobetrag (59.327,28 Euro) als bei der Zusammenveranlagung (61.136,60 Euro).  Das Ehepaar profitiert in diesem Fall von der Zusammenverlagung. Das Ehepaar hat Netto 1809,32 Euro mehr zur Verfügung. Hier bietet sich die Zusammenveranlagung an.
Es hat hier keinen Einfluss, ob der Ehemann oder die Ehefrau das höhere Einkommen hat.
Der besser verdienende Partner hat in diesem Fall meist die Lohnsteuerklasse 3 und der Partner mit dem niedrigenen Einkommen die Lohnsteuerklasse 5.
Diese Kombination macht sind, sobald 1 Partner 60% des Gesamteinkommens zusteuert.
Um die Lohnsteuerklassen Kombination 3/5 zuerhalten, müssen die Ehepartner einen gemeinsame Steuererklärung abgeben.

Vorteile des Ehegattensplittings

Vorteile EhegattensplittingErfolgt eine Zusammenveranlagung von Ehegatten mit Splittingtarif wirkt sich dies auf die Einkünfte in der Regel günstiger aus, als wenn zu einer Einzelveranlagung kommt. Dadurch ist das Ausnutzen von Freibeträgen in einem optimalen Rahmen möglich. Von Vorteil ist das Splitting insbesondere für den Ehegatten, dessen Einkünfte ziemlich hoch ausfallen. Nach der Berechnung des zu versteuernden Einkommens fällt die Versteuerung des Einkommens des anderen Ehepartners niedriger aus. Somit spürt er einen deutlichen Steuervorteil. Jedoch können für den anderen Ehegatten wesentlich mehr Steuern anfallen. Ideal ist die Situation, wenn steuerlich relevante Einkünfte nur bei einem der Partner vorliegen. In diesem Fall ziehen beide den maximal möglichen Vorteil aus dem Ehegattensplitting. Eine Splittingtabelle vermittelt mehr Informationen zu den jeweiligen Werten.

Die Splittingtabelle ( Splittingtarif ) von 1958 bis 2014 sieht wie folgt aus und stammt vom Bundesministerium für Finanzen.

Splittingtabelle von 1958 bis 2014 
Splittingtabelle - Splittingtarif von 1958 bis 2014

Wobei hilft die Splittingtabelle - der Splittingtarif?

Die Splittingtabelle, auch Splittingtarif genannt, hilft bei zusammen veranlagten Ehepartner das Einkommenssteuer zuermitteln. Die oben dargestellte Splittingtabelle ist aufgeteilt in der linken Spalten in das Einkommen der Ehepaare sowie die einzelnen Jahre. Es lässt sich also links das Einkommen ermitteln und dann in dem jeweiligen Jahr die Einkommenssteuer die gezahlt werden muss.
 

Was ist die Grundtabelle und was sagt die Grundtabelle aus?

Die Grundtabelle gilt für die Ermittlung der Einkommensteuer bei Einzelveranlagungen bzw. getrennter Veranlagung. Diese Tabelle ist genau so wie die Splittingtabelle aufgebaut, allerdings nur für getrennt veranlagte Ehepaare gedacht.

Grundtabelle 1958 bis 2014 vom Bundesministerium für Finanzen 
Grundtabelle 1958 bis 2014 vom Bundesministerium für Finanzen

Beschreibung des Verfahrens

Beschreibung des Ehegattensplitting VerfahrensInnerhalb des deutschen Einkommensteuerrechts existiert der Begriff "Splittingtarif", der als Steuertarif bei Ehepaaren zur Anwendung gelangt. Im § 32a Abs. 5 EStG ist die Rechtsgrundlage für das Ehegattensplitting zu finden, mitunter als Familiensplitting bekannt. Zur Anwendung kommt das folgende Splittingverfahren:
Zunächst erfolgt die Ermittlung des zu versteuernden Einkommens, auch als zvE bekannt. Steht das Gesamt-Einkommen der Ehegatten fest, erfolgt die Splittung oder Halbierung des Einkommens. Im Anschluss erfolgt die Ermittlung der Einkommensteuer für das halbierte Einkommen. Maßgebend ist der jeweils geltende Einkommensteuertarif. Es kommt zur Verdopplung des errechneten Einkommensteuerbetrages. Beide Ehegatten tragen die gleiche Steuerlast. Zum Tragen kommt also nicht die Leistungsfähigkeit, sondern die Wirtschaftsgemeinschaft des Ehepaares. Beim Ehegattensplitting ist also nicht entscheidend, wer wie viel verdient hat. Jedoch kommt es darauf an, ob bei progressiven Steuertarifen eine Differenz zwischen dem Einkommen der Ehegatten besteht. Schließlich ist die Progression dafür verantwortlich, dass es zum Anstieg der Steuer kommt, wenn die Differenz des Einkommens immer mehr wächst. Kompensiert wird dieser Effekt für Ehepaare durch das Splittingverfahren. Zur Anwendung gelangt dieses Verfahren in Abhängigkeit vom Steuertarif, der Höhe des zu versteuernden Einkommens und der Verteilung dieses Einkommens.

 

Die Besonderheiten beim Ehegattensplitting

Besonderheiten EhegattensplittingEs kann auf der Grundlage von § 32a Abs. 6 Satz 1 Nr. 1 EStG zur Anwendung des so genannten Gnadensplittings kommen. Dieses greift, wenn einer der Ehepartner verstirbt. Dann wird diese Form des Splittings noch im darauffolgenden Jahr berücksichtigt. Außerdem kann bei einem nachehelichen Unterhalt das Splitting angewendet werden, wenn jemand erneut geheiratet hat. Dadurch kann ein Splittingvorteil erzielt werden. Dieser wird jedoch nicht auf das relevante Einkommen angerechnet, wenn es um die Ermittlung des nachehelichen Unterhaltes geht. Ein heikles Thema stellt zudem die Kombination Splitting und Kindesunterhalt dar. Da eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes noch nicht vorliegt, wird derzeit die strittige Anrechnung vom Splittingvorteil bei erneuter Heirat auf das relevante Einkommen durchgeführt, das für die Ermittlung des Kindesunterhalts erforderlich ist. Auch das Kindergeld an sich ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Schließlich ist die Frage zu klären, ob es einen Kinderfreibetrag gibt.
Im übrigen gibt es das Ehegattensplitting in dieser Form nur in Deutschland. In Frankreich gibt es ein ähnliches Verfahren welches Familiensplitting genannt wird.

Weitere wissenswerte Informationen über de Ehegattensplitting Rechner

Jeder hat sicherlich davon schon gehört, doch im Detail weiß keiner so richtig etwas damit anzufangen, die Rede ist vom Ehegattensplitting. Was der Gesetzgeber mit dem Ehegattensplitting bezwecken möchte, wurde oben schon ausführlich dargestellt. Vom Grundgedanke und der Anlage vom Ehegattensplitting ist es eine von vielen Maßnahmen des Staates zur Familienförderung, hier bei den Steuern. Doch ein Blick ins Internet und in die bekannten Diskussionsforen zeigt es, das Ehegattensplitting ist immer wieder Gegenstand von Fragen. Für viele Menschen ist das Ehegattensplittung ein Buch mit sieben Siegeln und nur schwer verständlich. Oft wird hierbei zum Beispiel nach den Unterschieden zwischen Einzelveranlagung oder Zusammenveranlagung und vieles mehr gefragt.

Hat das Ehegattensplitting Zukunft?

Zukunft EhegattensplittingSo findet man in den Diskussionsforen zum Beispiel auch Fragen ob das Ehegattensplitting noch eine Zukunft hat, schließlich gehen auch immer mehr Frauen arbeiten. Die Antwort hierauf ist denkbar einfach, ja natürlich. Auch wenn beide Ehepartner arbeiten, lohnt sich das Ehegattensplitting. Alleine schon aufgrund der Tatsache dass immer noch viele Frauen im Vergleich zu den Männern immer noch deutlich weniger, zum Beispiel aufgrund von Fehlzeiten durch Elternzeit etc. verdienen. Auch ist im Vergleich zu Männern oftmals die Bezahlung deutlich schlechter. Unabhängig davon fallen für das Paar Steuern an, und genau diese Steuerlast kann man durch das Ehegattensplitting begrenzen. In welchem Umfang eine Begrenzung, also eine Reduzierung der Steuerlast möglich ist, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Es kann durchaus auch Einzelfälle gibt, in denen das Ehegattensplitting keinen positiven Effekt hat.

Ehegattensplitting in einfachen Worten

Oft tauchen in den Diskussionsforen im Internet auch noch Fragen auf, in denen in einfachen Worten nach dem Sinn des Ehegattensplittings gefragt wird. Angesichts der Komplexität unseres Steuerrechts und der Art der Formulierung sind diese Nachfragen verständlich. Vom Prinzip ist auch diese Frage einfach zu beantworten. Jedes Ehepaar steht bei der Steuererklärung vor der Frage der getrennten oder der gemeinsamen Veranlagung. Dies bedeutet nichts anderes als Wahlmöglichkeit ob man eine gemeinsame oder eine getrennte Steuerklärung abgibt. Gibt man eine gemeinsame Steuererklärung ab, kommt das Ehegattensplitting zum Einsatz. Hierbei verdoppeln sich unter anderem die Freibeträge zur Einkommenssteuer, was unterm Strich einen steuerlichen Vorteil bedeuten kann.

Ehengattensplitting und Elterngeld

Ehegattensplitting und ElterngeldUnd ist erstmal verständlich was man unter Ehegattensplitting versteht, stellen viele die Frage ob dieses sinnvoll ist oder nicht. Hier muss man ganz klar sagen, es kommt auf den Einzelfall an, in der Regel macht es aber Sinn. Gerade bei einem Einkommen das unter dem Progressionsvorbehalt steht, kann man mit dem Ehegattensplitting einen Vorteil haben. Unter Progressionsvorbehalt bedeutet, dies ist ein Einkommen was zwar Steuerfrei ist, aber bei der Einkommensteuer berücksichtig wird.

Beispiel: Ehegattensplitting und Elterngeld

Um dies zu verdeutlichen, die Mutter in einer Familie befindet sich in Elternzeit. Für die Elternzeit erhält sie Elterngeld und sie hat noch ein Einkommen aus selbstständiger Arbeit. Dieses Einkommen aus selbstständiger Arbeit fällt während der Elternzeit mit 3000.00 Euro gering aus. Als Elterngeld hat sie 6000.00 Euro erhalten. Und genau jetzt kommt der Progressionsvorbehalt zum tragen, die 3000.00 Euro und die 6000.00 Euro werden zusammengerechnet. Mit der Folge dass sie den Freibetrag zur Einkommensteuer überschreitet und für die 3000.00 Euro Steuern anfallen.

Dies kann man aber durch das Ehegattensplitting verhindern, da sich hierbei wie bereits erwähnt die Grundfreibeträge zur Einkommensteuer verdoppeln. In einem solchen Fall und der Anwendung vom Ehegattensplitting wären keine Steuern angefallen. Unterm Strich hätte man somit Steuern gespart.

Für wen gilt das Ehegattensplitting?

Auch ist immer wieder eine Frage, für wen gilt eigentlich das Ehegattensplitting? Ein Blick ins Steuerrecht genügt, das Ehegattensplitting gilt für alle Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften die ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben. Und das ganz egal ob es sich um hetero oder homosexuelle Paare handelt. Dass das Ehegattensplitting auch für homosexuelle Paare gilt, wurde erst im Jahr 2013 vom höchsten deutschen Gericht, dem Bundesverfassungsgericht klar und unmissverständlich in einem Urteil geklärt. Eine Homo-Ehe ist somit vollkommen gleichgestellt.
Mit dem Urteil der Karlsruher Richter wurde aber nicht nur die Gleichstellung bestätigt, sondern die Richter gingen noch einen Schritt weiter. So können Paare bei denen bisher das Ehegattensplitting vom Finanzamt abgelehnt wurde, rückwirkend dieses einfordern. Eine rückwirkende Inanspruchnahme ist hierbei bis in Jahr 2001 möglich. Wobei die rückwirkende Inanspruchnahme voraussetzt, dass man seinen Steuerbescheiden widersprochen hat oder dass es sich um noch offene Erklärungen handelt. Für die Praxis bedeutet dieses konkret, dass man jedes Jahr seinem Steuerbescheid bis 2001 widersprochen haben musste. Ein Widerspruch gegen einen Steuerbescheid ist nur einem eng festgesetzten Rahmen von wenigen Wochen möglich.

Paare die sich unsicher sind ob sie die rückwirkende Anerkennung vom Ehegattensplitting in Anspruch nehmen können, kann man nur empfehlen sich an einen Steuerberater zu wenden. Dieser kann dann anhand den Steuerunterlagen ermitteln in wie weit eine solche Anerkennung gegenüber dem Finanzamt noch möglich ist oder nicht.

Ehegattensplitting bei getrennt lebenenden Paaren

Ehegattensplitting getrennt lebende PaareIn den Diskussionsforen wird oft auch die Frage gestellt, kann das Ehegattensplitting auch von getrennt lebenden Paaren in Anspruch genommen werden? Einfache Antwort, Ja. Das Steuerrecht macht keinen Unterschied zwischen zusammen- und getrenntlebenden Paaren. Entscheidend für die Frage der Inanspruchnahme vom Ehegattensplitting ist ausschließlich die Frage ob das Paar verheiratet ist bzw. ob es sich um eine eingetragene Lebenspartnerschaft handelt. Somit können auch getrennt lebende Paare das Ehegattensplitting in Anspruch nehmen, was natürlich aber eine gemeinsame Veranlagung, Steuererklärung voraussetzt. Geschiedene Paare oder Paare die sich in Scheidung befinden, können natürlich das Ehegattensplitting nicht nutzen. Auch setzt natürlich das Ehegattensplitting immer voraus, das beide Partner mit einer gemeinsamen Veranlagung auch einverstanden ist.

Wohnsitz im Ausland

Ehegattensplitting Wohnsitz im AuslandZweitwohnsitz Ausland, viele Familien haben heute, sei es über die Wintermonate als Sommersitz oder zum Arbeiten, einen Zweitwohnsitz im Ausland. Natürlich stellt sich hierbei häufig auch die Frage nach dem Ehegattensplitting und der Nutzung. Maßgeblich in der Frage ob das Ehegattensplitting in einem solchen Fall von einem Ehepaar genutzt werden kann, ist nach Frage nach dem Lebensmittelpunkt. Nach deutschem Recht sind dies mind. 181 Tage im Jahr, die man sich in Deutschland aufhalten muss. Ist dies gewährleistet und man verfügt über eine angemeldeten Wohnsitz, kann man auch das Ehegattensplittung anwenden.

Besonderheiten Kirchensteuer beim Ehegattensplitting

Kirchensteuern und EhegattensplittingMit dem Ehegattensplitting will man sparen, nicht nur bei der Einkommensteuer, sondern auch beim Solidaritätszuschlag oder der Kirchensteuer. Doch Achtung, wie die Anfragen in Foren zeigen, lauert hier eine Falle in die viele Paare mit dem Ehegattensplitting hineintappen. Um die Kirchensteuer zu sparen, treten viele Menschen aus der Kirche aus. Doch nutzt man die gemeinsame Veranlagung, also die Zusammenveranlagung und somit das Ehegattensplitting, kann trotz Austritt aus der Kirche noch die Kirchensteuer anfallen.

Möglich macht dies das sogenannte "besondere Kirchgeld" das erhoben werden kann. Das Steuerrecht spricht hierbei auch von der sogenannten glaubensverschiedene Ehe. Diese Art der Steuer wird dann erhoben, wenn zum Beispiel bei einem Ehepaar, der Mann in der Kirche ist, die Frau aber ausgetreten ist. Es dient somit als Ausgleich für den Verlust der Kirchensteuer.

Kirchgeld kann man absetzen

Ist man als Ehepaar vom besonderen Kirchgeld betroffen, ist dies natürlich ärgerlich, aber kein Beinbruch und auch kein Grund zur Sorge. Denn das besondere Kirchgeld kann man in seiner Steuererklärung unter den Sonderausgaben in gleicher Höhe wieder abziehen. Unterm Strich hat man somit keine Verluste
Muss man das Ehegattensplitting beantragen? Auch diese Frage aus einem Forum, ist eine einfache Frage. Nein, muss man nicht. Das Ehegattensplitting kommt dann zur Anwendung, wenn man im Rahmen der Veranlagung eine gemeinsame Veranlagung vornimmt und diese beim Finanzamt abgibt. In der Regel erhält man für die gemeinsame Veranlagung unmittelbar nach der Hochzeit eine eigene Steuernummer. Ob man diese für eine gemeinsame Veranlagung nutzt oder weiterhin getrennt veranlagt, bleibt jedem Ehepaar selbst überlassen.

Ehegattensplitting bei Selbstständigen

Und zu guter letzt, macht das Ehegattensplitting auch bei Selbstständigen einen Sinn? Ja, natürlich. Den schließlich erzielen auch Selbstständige ein Einkommen und unterliegen bei der Einkommensteuer denselben Freibeträgen und Steuerlasten. Dementsprechend können auch Selbstständige die Vorteile des Ehegattensplittungs zur Minimierung der Steuerlast nutzen.

Glossar rund um das Thema Ehegattensplitting

Splittingtarif:
Der Begriff Splittingtarif stammt aus dem deutschen Einkommensteuerrecht. Er bezeichnet den Steuertarif. Dieser wird für zusammenveranlagte Ehepartner angewendet.

Ehegattensplitting:
Ehegattensplitting ist eine spezielle Art der Einkommensteuerberechnung

individualbesteuerung:
Die Individualbesteuerung ist eine Besteuerungsmethode. Bei dieser Besteuerungsmethode wird das Einkommen jeder natürlichen Person einzeln besteuert.

Einzelveranlagung:
Hier drunter versteht man die Steuererklärung einer einzelnen steuerpflichtigen Person.

Steuerklasse:
6 Steuerklassen finden in Deutschland Ihre Anwendung:

- Steuerklasse 1 - ledige und geschiedene
- Steuerklasse 2 - alleinerziehende, ledige und geschiedene
- Steuerklasse 3 - Verheiratete, wenn der Ehepartner in Klasse 5 ist bzw. kein Einkommen hat
- Steuerklasse 4 - Verheiratete, wenn beide Ehepartner ca. das gleiche Einkommen haben
- Steuerklasse 5 - Verheiratete, der andere Ehepartner hat die Steuerklasse 3
- Steuerklasse 6 - Personen die  mit mehreren Arbeitsverhältnissen haben

Splittingvorteile:
Als Splittingvorteil wird der Vorteil bezeichnet der durch einen progressiven Steuertarif entstehen kann.

DIW:
Abkürzung für „Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung“

Zusammenveranlagung:
Die steuerpflichtigen Einkommen von Ehepartnern werden gemeinsam erfasst. Die Einkommen der beiden Ehepartner werden für die Steuerberechnung zusammengerechnet.

Familiensplitting:
Familiensplitting ist eine Form der Besteuerungsmethode, bei welcher die Einkünfte von den Eltern und unterhaltsberechtigten Kindern zusammenrechnet werden und dann gemeinsam versteuert werden.

Ehegatten auch Ehepartner:
Ehemann und Ehefrau

Grundfreibetrag:
Der Grundfreibetrag ist ein bei der Steuerberechnung berücksichtigter Freibetrag von 8.004 Euro bei der Einzelveranlagung und bei der Zusammenveranlagung von 16.009 Euro.

Gesamteinkommen:
Summe der Einkünfte im Sinn des Einkommensteuerrechts. Hier runter fallen Arbeitsentgelt und Arbeitseinkommen gemäß § 16 SGB IV.

Faktorverfahren:
Bei den Steuerklassenkombinationen III/V bzw. IV/IV besteht die Möglichkeit, auf der Lohnsteuerkarte eine Steuerklasse IV in Kombination mit einem Faktor zu hinterlegen. Dieser Faktor wirkt sich steuermindernd aus.

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